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Alisha`s Blog

TATAU SAMOA: Mythologie

Posted by admin in TATAU SAMOA on 03 31st, 2010

Das samoaische Tatau ist das einzige polynesische Tatau, das fortwährend – trotz Verbote – über Generationen weitergegeben und praktiziert wurde.

Mythologie:

Ein weibliches siamesisches Zwillingspaar – Taema und Tilafaiga – schwamm einst über den großen Ozean von Samoa nach Fiji, wo es von zwei Meistern ihres Faches in der Kunst der weiblichen Körpertatauierung unterwiesen wurde. Nach Abschluss der Lehrzeit gaben die Tatauiermeister dem Zwillingspaar den Leitsatz mit auf den Weg:

Tatau fafine, ae tatau tane (Tatauiert die Frauen, nicht die Männer).

Immer wieder repetierten Taema und Tilafaiga diesen Satz auf ihrem Rückweg nach Samoa. An den vorgelagerten Riffen ihrer Heimat angelangt, sahen sie auf dem Meeresboden eine große Tridacna-Muschel, nach deren Fleisch sie hungerten, und tauchten. Bei der Rückkehr an die Wasseroberfläche hatte das Zwillingspaar den genauen Wortlaut der Instruktion vergessen und repetierte:

Tatau tane, ae le tatau fafine (Tatauiert die Männer, nicht die Frauen).

Taema und Tilafaiga waren die Enkel Papas und Olomatuas und lernten den Männern die Technik des Tatauierens, bei der die Haut “gewaltsam mittels einer gezähnten Knochenklingen“ geöffnet wird.

Samoanisches Sprichwort:

Fanau le teine fana fanau, fanau le tama le tatau
(Wenn ein Mädchen geboren wird, so wird es die Schmerzen des Gebärens ertragen müssen; wenn ein Junge geboren wird, so wird er die Schmerzen der Tatauierung ertragen müssen).

Beider Schmerzen wiegen einander auf. Wenn einem Mann von seiner Frau ein Kind geboren wird so ist es an der Zeit für des Mannes pe’a.

Pe’a wird auch der samoanische Flughund genannt welcher seine Schwingen schützend um die Jungen legt. Dieser Schutz gilt auch für den eigenen Körper, der durch die Tatauierung – eine bis zu drei Monate währende Tatauarbeit – gleichsam gewappnet wird.

Die letzte Arbeit an einer pe’a ist die Tatauierung des Bauchnabels  – es versiegelt den männlichen Körper und wird zu einer geschlossenen Einheit. Erst als „geschlossenes“, tatauiertes Wesen kann ein Mann nach samoanischer Ansicht seinen sozialen Verpflichtungen gegenüber dem Gemeinwesen nachkommen.

Das Erhalten eines pe’a bedeutet nicht nur den Eintritt in einen neuen Lebensabschnitt. Es ist vielmehr der sichtbare Beweis, dass sich ihr Träger als würdiger Diener

DER legendäre Tufuga ta Tatau (samoaischer Tätowierung-Meister) der traditionellen Tatau Kunst ist zweifelsfrei Su’a Sulu’ape Petelo welcher sein Wissen an seinen Sohn Tomasi Sulu’ape weitergibt.

Das wirklich umfangreichste Wissen über die Bedeutung der polynesischen Tattoos wie Ursprung und Geschichte findet man auf tahititatou.com. Für mich, da ich mich schon längere Zeit damit befasse, ist jedoch ein Gespräch mit dem Tattoowierer unabdingbar. Nur dieser kennt die Geschichte der Symbolik genau und wurde sorgsam darin unterrichtet Dein Leben auf Deiner Haut wiederzugeben.

Es ist dennoch sehr interessant zu lesen, zu finden und immer wieder ein “aha” erleben zu können insbesondere wenn man die Ehre hat ein Kunstwerk von dem Meister Petelo Suluape traditionel und von seinem Sohn Tomasi S. mit Maschine am Körper tragen zu dürfen.

Für alle die sich für polynesiche Tattoos, Maori Tattoos, Samoa Tattoos, Tattoos aus Hawai, Tonga, den Cook Inseln und natürlich Marquesas interessieren ist diese Seite ein absolutes MUSS.

Die Seite ist kostenpflichtig jedoch wird die Möglichkeit angeboten einen Monatszugang für etwa 15 Euro abzuschließen – dies ist für mich der Anlass gewesen meine Neugierde zu stillen und ich kann ehrlich sagen:
Es hat sich gelohnt!

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Ach ja, die Seite ist auf  Englisch aber es gibt ja jede Menge freie Übersetzungsprogramme im Netz bei denen mann/frau sich helfen lassen kann – Viel Spaß wünsche ich euch…



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